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Ein leichtes Kribbeln erfasste mich

Justine Portenier, Geschäftsleiterin

Aufgezeichnet von Barbara Imobersteg für die Serie «Wie ich Social Fabric kennenlernte»


Es begann mit einem Speed-Date. Meine erste Begegnung mit Social Fabric dauerte genau eine Minute.

Mein Interesse war geweckt und ein leichtes Kribbeln erfasste mich. Als Studentin der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften nahm ich an einer Weiterbildung zu den Sustainable Development Goals teil, zu den nachhaltigen Entwicklungszielen, wie sie die UNO 2015 festgelegt hat.


Friedensförderung, Bekämpfung der Armut, Soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Schutz des Planeten… Das waren meine Themen und Visionen.

Social Fabric war eine von vielen Start Ups, die sich im Rahmen der Weiterbildung und in Form eines Speed-Datings vorstellten – für mich aber das attraktivste. Heather Kirk, Gründerin von Social Fabric, überzeugte und beeindruckte mich – ihre Intention, ihr Handeln, aber auch ihre Art und Weise gefielen mir auf Anhieb. Ich bewarb mich für ein Praktikum und wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.


Aufgeregt stand ich dann an der Eichstrasse 29, viel zu früh.


Justine (rechts) mit der Freiwilligen Margaritha auf dem Frühlingsmarkt 2022.


Pünktlich trat ich schliesslich ein und sah erstmals das Nähatelier. «Wie schön! Dieser Arbeitsplatz wäre wunderbar», dachte ich bei mir. Mein bisheriger Job fand in nüchtern neutralen Räumen statt und ich war von Computern umgeben. Die Kreativität entfaltete sich nur im Kopf oder digital. Hier im Nähatelier war es bunt und lebendig und es wurde von Hand gearbeitet. Ich liess es auf mich wirken. Ich sah die schönen Produkte, das Co-Working, die Vielfalt – und ich merkte:


Hier passiert noch mehr, als man auf den ersten Blick sehen kann.

Es ist etwas Menschliches und etwas Wertvolles.


Heather Kirk und Helka Mäki erwarteten mich. Ich hatte noch nie so blonde Haare gesehen, fast weiss waren die Haare der Finnländerin. «Hier arbeiten Menschen aus aller Welt», dachte ich. «Sie sind es, die Social Fabric prägen und – so verschieden sie sein mögen – sie haben alle dasselbe Ziel: Sie möchten die Welt verändern, indem sie sich für eine globale nachhaltige Entwicklung einsetzen.»


Ich war noch immer aufgeregt, spürte aber gleichzeitig die beruhigende Gewissheit, dass ich zu Social Fabric passen würde.

Heather stellte die Organisation vor und verschaffte mir einen guten Überblick, indem sie alles grafisch darstellte. Ich war begeistert: Genauso hätte ich es auch gemacht! Die beiden Frauen erzählten und ich nahm wahr, dass sie den geflüchteten Menschen wirklich auf Augenhöhe begegneten und dass sie einen Ort geschaffen hatten, wo man Menschen unterstützt, ohne sie zu bevormunden. Das war für mich entscheidend. Es passte alles: Social Fabric und ich, wir passten zusammen. Ich gab mir grösste Mühe, alle Fragen gut zu beantworten und meine Chance zu packen. Als letztes fragten sie mich, welchen allgemeinen Gewinn das Nähatelier durch meine Mitarbeit erfahren würde. Ich sagte:


«Ich bin ein glücklicher Mensch, ich werde viel lachen und gute Stimmung verbreiten.»


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